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☼ Schöne Worte

Schöne WorteBeim Recherchieren drauf gestoßen:

 

“Das schönste deutsche Wort“

Herausgegeben von Prof. Dr. Jutta Limbach
Präsidentin des Goethe-Instituts
Vorsitzende des Deutschen Sprachrats
In diesem Buch steht eine Auswahl aus 22.838 Einsendungen zum internationalen Wettbewerb 2004 für “Das schönste deutsche Wort“.
Von den Erwachsenen wurde es:
“Habseligkeiten“
(die Verbindung von zwei Worten, die entgegengesetzter nicht sein können: irdischer Besitz und das unerreichbare Ziel des menschlichen Glückstrebens)
Von den Kindern wurde es:
“Libelle“
(das Wort flutscht so auf der Zunge)

Meine ganz persönlichen schönsten Worte darin sind:

1. “Doppelhaushälfte“ (weil es sich selbst aufhebt)
2. “Kulturbeutel“ (was hat Kultur mit Seife oder Zahnpasta zu tun?)
3. “Streicheleinheiten“ (da kaum in einer anderen Sprache Zärtlichkeiten in systematisierten Einheiten dosiert werden)
4. “Gefrierbrand“ (weil es so schön paradox ist)
5. “Wehmut“ (das Wort klingelt sehr sanft)
Lothar Müller, Feuilleton-Redakteur der Süddeutschen Zeitung in Berlin, schrieb in diesem Buch zum Wettbewerb: “Nein, weder im Namen der Vernunft noch der Muse konnte die Jury den Sieger küren. Die Wahl der Willkür im schönsten Sinne des Wortes.“

 

Hätte ich damals mitgemacht, dann wären es für mich diese Worte geworden:
Als Erwachsener:
“Durchhaltevermögen“ (damit kann nicht reich genug gesattelt sein)

Wäre ich noch ein Kind:
“Matschepampe“ (das erklärt sich von selber, oder?!)

13. August 2013 von Bernd Lange
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