Vor-Sprache

☼ Punktum

Ich lese ihn immer wieder, den häufig gewählten Satz, den darin zum Ausdruck gebrachten Anspruch:
“Wir bringen es auf den Punkt!“

So kurz, so pointiert, so gut.

Ich sehe das anders: Wer einen Punkt setzt, beendet etwas – fertig, aus.
Für mich gilt: Ich bringe es auf den Doppelpunkt.
Nicht, weil ich dem Sprichwort “doppelt hält besser“ folge. Oder weil ich überzeugt bin, wenn ich einen Doppelpunkt setze, ist es damit doppelt fertig, doppelt aus.
Im Gegenteil, ganz einfach:
Mein Anspruch “Ich bringe es auf den Doppelpunkt“ heißt, dem Leser etwas mitzugeben, bei dem er anfängt, darüber nachzudenken.
Der Doppelpunkt als Ausgangspunkt, nicht als Endpunkt – als Führungszeichen!

05. August 2013 von Bernd Lange
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